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Zur Zeit arbeite ich an einem größeren Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt „Die Entstehung und der dauerhafte Erfolg mittelständischer Weltmarktführer aus Deutschland“ Die Gruppe der mittelständischen Unternehmen, die auf ihren Märkten Weltmarktführer sind, wurde von Hermann Simon in dem Buch „Die heimlichen Gewinner“ (Hidden Champions) zuerst beschrieben. Dieser Firmentyp fällt durch die klassischen Raster der Managementforschung: auf der einen Seite steht dort die große Gruppe der überwiegend national tätigen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Mittelpunkt (KMU-Forschung); auf der anderen Seite beschäftigt man sich mit großen multinationalen, börsennotierten Konzernen. Um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern, muss die Gruppe der mittelständischen Weltmarktführer ganz besondere Herausforderungen lösen. Themen wie der Aufbau weltweiter Vertriebs- und Servicenetze und Supply Chains sind für die weit über 80 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen, die nicht exportieren und nur lokale oder nationale Märkte bedienen, nicht relevant. Mittelständische Weltmarktführer stehen aber auch vor ganz anderen Herausforderungen als große börsennotierte Konzerne, vor allem weil sie nicht über die Finanz- und Personalressourcen dieser Unternehmen verfügen. Basis meiner Arbeit ist eine umfassende Datenbank mit ca. 1500 deutschen Unternehmen, die in ihren Marktsegmenten weltweit eine führende Position einnehmen. Ca. 1300 dieser Unternehmen sind mittelständisch geprägt. Diese Datenbank enthält neben Angaben zur Marktposition Finanzzahlen sowie zahlreiche weitere Firmenmerkmale wie die Branchenzuordnung und den Auslandsanteil. Auswahlkriterium für die Firmen ist eine Position unter den Top 3 Unternehmen in einer bestimmten Branche weltweit. Die Datenbank wurde durch eine Arbeitsgruppe unter meiner Leitung in mehrjähriger Arbeit aufgebaut und wird fortlaufend weiterentwickelt. Im Rahmen meines Forschungsprojektes analysiere ich erfolgsbestimmende Faktoren in den beiden Bereichen „Managementmodell“ und „institutionelle Rahmenbedingungen“. Aufbau
der Datenbank im Überblick (503 KB) |